Veranstaltung
30.08.2017

Gute und ausreichende Arbeitsplätze sichern
Peter Altmaier diskutiert mit vogtländischen Unternehmern

Altmaier
Paul Schäfer

Peter Altmaier MdB, der Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, folgte am 29. August 2017 der Einladung von Bundestagsabgeordneten Yvonne Magwas zu einer Unternehmerdiskussion ins Vogtland. Gemeinsam mit 45 Unternehmern und Handwerkern diskutierten sie in der Plauener Firma EControl die wirtschaftlichen Herausforderungen im ländlichen Raum.


Bundesweit leben mehr als 50 Prozent der Menschen auf dem Land. Gerade in ländlichen Regionen, wie dem Vogtland, müssen Unternehmer um jeden Facharbeiter, um jede Ansiedlung kämpfen, sogar ein Stück mehr als diejenigen in großen Zentren. Digitalisierung, Fachkräftemangel und Bürokratieaufwand stellen sie u.a. vor großen Herausforderungen. „Wir wollen, dass die Menschen gut und gerne im Vogtland leben. In den vergangenen Jahren haben die kleinen und mittelständigen Unternehmen, besonders die Familienbetriebe gezeigt, dass sie zur Region stehen und sich den Herausforderungen des ländlichen Raums stellen. Mit guter Wirtschaftspolitik wollen wir sie unterstützen und ihnen helfen, gute Bedingungen in unserer Region vorzufinden. Nur so können und wollen sie auch weiter investieren. Damit werden gleichzeitig Arbeitsplätze gesichert und geschaffen. Dabei muss stets gelten: Guter Lohn für gute Arbeit“, sagt Yvonne Magwas.


Entscheidend für die Wirtschaft seien gute und ausreichende Arbeitsplätze, betonte Peter Altmaier in seiner Rede und stellte die Pläne der Union für die Wirtschaft in den nächsten Jahren vor. Die Union möchte weiter in Bildung und Forschung investieren, damit gute Ausbildungen und Innovationen ermöglicht werden. Bürokratieabbau bleibt eine Daueraufgabe, z.B. bei der Dokumentationspflicht des Mindestlohns. Ähnlich ist die Herausforderung des Breitbandausbaus. Deshalb soll im Bundeskanzleramt ein Staatsminister für Digitalpolitik eingesetzt werden. Ziel ist auch ein Fachkräfte-Zuwanderungsgesetz mit klaren Regeln, um das Potential der ausländischen Fachkräfte für unsere Betriebe zu gewinnen. „Im Vogtland brauchen wir außerdem ein effektives Standortmarketing, um die Bekanntheit des Vogtlandes als Lebens- und Wirtschaftsraum zu erhöhen. Ein jeder von uns sollte sich als ein Botschafter unsere Heimat sehen. Wir müssen die Vorteile, z.B. niedrige Mieten und ausreichende Kitaplätze, nach außen tragen“, fordert Yvonne Magwas.


Die Unternehmer und Handwerker interessierte zudem die internationale Entwicklung und trugen ihre Bedenken u.a. zur Eurokrise und der angespannten Beziehungen zu Russland vor. Auch Peter Altmaier sieht diese Entwicklungen als schwierig und betonte, wie froh wir seien können, dass Angela Merkel besonnen und mit Diplomatie agiert.


Aufgrund eines Anschlusstermins konnte Peter Altmaier nicht am anschließenden Firmenrundgang bei EControl teilnehmen. Deshalb lud er die beiden Geschäftsführer Tobias John und Dr. Hartmut Wittkopf sowie deren Mitarbeiter nach Berlin ein, um mehr über die Firma zu erfahren.